Anmoderation:

Clowns, Menschen aus einer Berufsgruppe die jeder kennt. Doch wie wird man überhaupt Clown und was ist das besondere am Dasein der Clowns?
Ein Bericht von Meike Kloiber


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Musik: Felini Clowns Musik

Die Clowns gibt es wahrscheinlich schon immer, als Narren, Schamanen oder Zirkusclowns. Clowns bringen Leute zum Lachen und berühren ihre Gefühle. Karin Darmstädter ist Clownin. Sie beschreibt als Besonderheit der Clowns

O-Ton: Ein Clown spielt alltägliche Sachen und hat auch ganz alltägliche Gefühle. Also es ist eher alles sehr banal. Der Clown macht das aber halt, dass er seine Gefühle nicht versteckt, wie wir das normal tun so, sondern das er die ganz offen zeigt und das sehr genießt.

Und das wiederum macht dem Zuschauer Spaß. Clowns machen eigene Bühnenstücke als selbständige Künstlerinnen. Außerdem sind sie sehr beliebt auf Festen oder Kindergeburtstagen. Im Zirkus arbeiten die Clowns auch. Genauso unterschiedlich wie die Arbeitsbereiche sind, gibt es ganz verschiedene Clownstypen.

O-Ton: Im Zirkus gibt es ja immer ganz klassisch den dummen August und den Weißclown. Also der Weißclown, der im Status oben steht und der dumme August der unten steht und dann halt diesen Konflikt zwischen den beiden. Und ansonsten, klar, jeder muss seinen eigenen Clownscharakter finden und der wird je nach Mensch total verschieden. Also ich spiele vor allem im Moment immer so ein Stummfilmclown, der nicht spricht, eher pantomimisch ist.

Ganz phantasievoll und poetisch ist die Clownin Karin Darmstädter. Jedoch auch dahinter steckt harte Arbeit, unter anderem auf der Clownsschule.

O-Ton: Ich hab’ ne Ausbildung gemacht am TUT, die Schule für Tanz und Theater in Hannover, geht eineinhalb Jahre Vollzeit und danach kriegt man ein Diplom, ein Zertifikat als ausgebildeter Clown.

Clowns können Raum schaffen mit eigenen Problemen umzugehen. Ein spezielles Arbeitsgebiet für Clowns ist im Krankenhaus, als so genannte Klinikclowns. Karin Darmstädter erzählt, was eine andere Clownin im Krankenhaus erlebt hat.

O-Ton: Ja, die ist halt in den Raum gekommen und hat gesehen, dass das Kind gerade sein Bein amputiert bekommen hat und war erst einmal sehr betroffen und hat dann halt angefangen erst einmal das Kind zu bemitleiden und hat dann gerade noch so den dreh gekriegt, dass das nicht der richtige Weg ist. Schon Mitleid aber nicht zu bemitleiden. Sondern sie hat gesagt. Wo ist denn dein Bein hingekommen? Hat das jemand weggenommen? Und daraufhin hat das Kind angefangen zu sprechen.

Es ist besonders, welche Möglichkeiten die Clowns haben auf ihre eigene Weise Zugang zu den Menschen zu finden. Und das, womit sie konfrontiert werden, ist bestimmt öfter mal nicht zum Lachen. Meistens spielen die Clowns jedoch mit alltäglichen Missgeschicken und Missständen. Sie wollen die Menschen berühren und ihnen Raum geben, über sich selbst zu lachen.

Musik: Felini Clowns Musik